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Der 23-jährige Countertenor Terry Wey wirkte im Sommer 2009 an einer Produktion von Händels Theodora bei den Salzburger Festspielen unter Ivor Bolton mit. Er sang auch eine Arie aus diesem Werk beim Eröffnungsakt der Festspiele sowie beim Abschlusskonzert des Young Singers’ Project. Im Herbst 2009 ist er in der Händel-Pasticcio Anaesthesia in Berlin, Hannover, Halle, Luxembourg und Bregenz zu hören, und 2010 tritt er in der Oper Bonn in der Uraufführung von Klaus Langs buch asche auf. Im Konzert singt Terry Wey zum wiederholten Male bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen unter Michael Hofstetter, gastiert beim Gulbenkian Orchestra unter Thomas Hengelbrock mit Bachs Magnificat und ist mit dem Bach Consort Wien (Fux Cristo nell’orto) sowie dem Stuttgarter Kammerorchester zu hören.
Die Vorsaison eröffnete Terry Wey als Ruggiero in einer Neuproduktion von Vivaldis Orlando Furioso unter der musikalischen Leitung von Rubén Dubrovsky an der Oper Bonn. Er debütierte am Theater an der Wien unter Christophe Rousset in Partenope (Regie: Pierre Audi), am Teatro Real Madrid unter William Christie in Ritorno d’Ulisee in Patria (Regie: Pier Luigi Pizzi) sowie bei den Händelfestspielen Halle und den Bregenzer Festspielen. Zu weiteren Verpflichtungen zählten sein Rollendebüt als Glucks Orfeo konzertant in Nürnberg, Aufführungen von Händels Messiah unter Frieder Bernius in Essen und Cremona und die Wiederaufnahme der Schwetzinger Produktion von Legrenzis Il Giustino am Grand Théâtre de Luxembourg.
Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski oder Michael Hofstetter und mit Originalklangorchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble, Les Arts Florissants oder Les Musiciens du Louvre Grenoble war Terry Wey in bedeutenden Konzertsälen und Festivals zu Gast, u.a. im Wiener Musikverein, Barbican Centre London, Festspielhaus Baden-Baden, Lincoln Center New York, Schwetzinger Festspiele, Lucerne Festival und bei der Styriarte Graz.
Auf der Opernbühne interpretierte er so unterschiedliche Rollen wie Oberon (Brittens A Midsummer Night’s Dream), Adelberto (Händels Ottone), Andronico (Legrenzis Il Giustino) oder Roma & Religione (Landis Il Sant’Alessio) an Häusern wie der Oper Bonn, Staatsoper Stuttgart, dem Grand Théâtre de Luxembourg und Théâtre des Champs-Elysées Paris und arbeitete u.a. mit den Regisseuren Nicolas Brieger und Benjamin Lazar. Daneben führte seine Liebe zur Renaissancemusik zur Gründung des Vokalensembles „Cinquecento“ sowie zu Auftritten mit führenden Ensembles wie dem Huelgas Ensemble oder Le Poème Harmonique. Seine Diskografie umfasst neben drei CDs von „Cinquecento“ (hyperion) auch Gesamtaufnahmen von Albinonis Il Nascimento dell’Aurora (oehms classics) und Contis David (cpo), sowie Bachs h-Moll-Messe unter Marc Minkowski (naïve).
Terry Wey wurde in Bern/Schweiz geboren und erhielt seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben bei Silvija V. Purchar sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort unter René Clemencic 2003 fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe (u.a. MIGROS-Genossenschaftsbund Zürich, Kärntner-Sparkasse Wörthersee Musikstipendium) rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene.
2009/10
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