Nach ihrem erfolgreichen Debüt am Teatro alla Scala in der Frau ohne Schatten
unter der Leitung von Marc Albrecht sowie ihrer von der Kritik gefeierten Marzelline am Teatro Regio Torino unter der Leitung
von Gianandrea Noseda in der vergangenen Spielzeit wird Talia Or auch in der Saison 2012/13 ein wichtiges Debüt
in Italien geben und unter Kirill
Petrenko die Woglinde in Wagners Rheingold
in konzertanten Aufführungen der Accademia Nazionale di Santa Cecilia singen. Unter der Leitung von Tomas Netopil debütiert sie beim
Beethoven Orchester Bonn in der Sopranpartie des Requiems von Anton Dvorak. Im Rahmen der Konzerte der Simon-Mayr-Gesellschaft singt sie in Simon Mayrs Il sogno di Partenope
und ist in zwei Einaktern von Jacques Offenbach in München zu hören. Die Bach-Woche 2012 führt sie mit Franz Schuberts Messe As-Dur und Anton Bruckners Te Deum im Oktober 2012 in die St. Michaelis-Kirche nach Hamburg.
Zu den weiteren Verpflichtungen der letzten Spielzeit
zählten die Hélène d´Egmont in Donizetti´s Le
Duc D´Albaan der Vlaamse Opera Antwerpen, die Adina in Elisir d’ amore an der Opéra de Limoges und Liszt’s Christus beim Israel Festival in Jerusalem.
In den zurück liegenden Spielzeiten debütierte Talia Or am New National Theatre Tokyo sowie an der Staatsoper Hamburg als Despina in Cosi fan tutte. Darüber hinaus sang sie das 1. Blumenmädchen in einer
Neuproduktion von Parsifalam Teatro Regio Torino unter der Leitung
von Bertrand de Billy. Bei den Bregenzer
Festspielen war sie in gleich drei Partien zu hören - als Sacerdottessa in Aidasowie
in den vielbeachteten Produktionen der Weinberger Opern Die Passagierin
(Ivette) und Das Portrait (Liza).
Zu den jüngeren Höhepunkten ihrer Karriere zählen unter anderem ihr Rollendebüt als Elisabeth Zimmer in Henzes Elegie
für junge Liebende in Bilbao (Regie: Pier Luigi Pizzi), ihr Debüt als Adinaam Staatstheater am Gärtnerplatz und das Erste Blumenmädchen unter der
Leitung von Lorin Maazel in einer Neuproduktion von Wagners Parsifalam Palau de les Arts Valencia. Im Juni 2008 gab sie ihr Debüt mit Zubin Mehta beim Eröffnungskonzert der Weltausstellung in Saragossa und wurde von ihm für eine große
Tournee in Israel verpflichtet.
Als regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper
München war Talia Or in den letzten Spielzeiten in Humperdincks Königskindern (Kind) unter Fabio Luisi, als
Cover für die Titelrolle in Unsuk Chins Alice
in Wonderland, als Voce del Cielo in Don
Carlo unter der Leitung von Paolo Carignani, als Amour in Orphée et Eurydice unter der Leitung von
Ivor Bolton sowie als das Junge Mädchen in Moses
und Aaron unter Lothar Zagrosek zu hören.
Im Konzert gastierte sie unter der Leitung von Ingo Metzmacher in Bernsteins Mass in der Musikhalle Hamburg. Unter der Leitung von Peter
Schreier gab sie in Bachs Weihnachtsoratorium ihr Debüt am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino.
Geboren in Jerusalem, begann Talia Or zunächst Violine zu studieren, bevor sie
sich für ein Gesangsstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Drama
entschloss. 2002 gewann sie hier den ‚Mozart-Wettbewerb’ und den ‚Wettbewerb
für geistliches Lied und Oratorium’. Sie war Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper und Ensemblemitglied
am Staatstheater am Gärtnerplatz.