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Der Dirigent Rubén Dubrovsky übernimmt in der kommenden Saison die musikalische Leitung der Neuproduktion von Vivaldis Orlando Furioso an der Oper Bonn (Premiere: 19. Oktober 2008). Diese Produktion wird der Auftakt eines Vivaldi-Zyklus am Bonner Opernhaus sein. Außerdem wird er sein Debüt an einem der renommiertesten Opernhäuser Spaniens geben: das Palau de les Arts Valencia hat ihm die musikalische Leitung der Neuproduktion von Martin y Solers Oper Arbore di Diana übertragen (Premiere: 21. Dezember 2008). Neben seinen Opernverpflichtungen tritt Rubén Dubrovsky mit seinem Ensemble, dem Wiener Bachconsort, regelmäßig im Wiener Musikverein auf. Im Oktober 2008 ist er hier mit der Mezzosopranistin Bernarda Fink mit einem Programm mit Lamento-Vertonungen von Monteverdi, Purcell und Buxtehude zu hören.
Rubén Dubrovsky ist Gründer des Bach Consort Wien, das unter seiner Leitung bald zu einem der führenden Barockensembles Österreichs wurde und von der Presse für seine „konzeptuelle Klarheit“ und zugleich „mitreißende Virtuosität“ gefeiert wird.
Einladungen führten ihn mit dem Bach Consort Wien bislang in das Brucknerhaus Linz, den Palau de la Música in Barcelona, den Lisinsky Saal Zagreb, zum Festival RheinVokal, Festival für Alte Musik St. Pölten, Donau Festival, u.a. Viele seinerKonzerte wurden vom Österreichischen Rundfunk, Südwestfunk oder Catalunya Música aufgenommen.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet Rubén Dubrovsky mit namhaften Solisten wie Bernarda Fink, Emma Kirkby, Verónica Cangemi, Markus Schäfer, Carlos Mena, Florian Boesch, Daniel Johannsen, Georg Nigl und Christophe Coin.
Rubén Dubrovsky ist nicht nur in der Barockmusik zu Hause. Im November 2007 dirigierte er die Produktion Lichtspuren mit Musik von Mendelssohn-Bartholdy, Strawinsky, Schostakowitsch und Arvo Pärt. Aufführungsorte waren Bühnen wie das Theater Winterthur, das Staatstheater Darmstadt, Theaterhaus Stuttgart, Schlosstheater Fulda und das Lucent Danstheater Den Haag.
Seine intensive Lehrtätigkeit umfasst Meisterkurse für Instrumentalisten, Sänger und Ensembleleiter an der Austria Barock Akademie sowie am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, an der Gnessin-Akademie Moskau, an der Scuola Civica Milano, an der Universität Belgrad und am Konservatorium Palma. Er wurde eingeladen, als Dirigent mit dem Orchester des Konservatoriums Wien zu arbeiten und historische Aufführungspraxis für moderne Instrumentalisten zu vermitteln. Zusätzlich war er Jurymitglied bei der Stipendiatenauswahl des Herbert-von-Karajan-Centrums und beim Fidelio-Wettbewerb.
Als Cellist gastierte Rubén Dubrovsky in vielen Ländern Europas und gab Solokonzerte mit den Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Dank der freundlichen Leihgabe des Musikkollegiums Winterthur steht ihm ein seltenes Violoncello von Jacobus Stainer aus dem Jahr 1673 zur Verfügung.
Rubén Dubrovsky wurde als Sohn einer polnisch-italienischen Künstlerfamilie 1968 in Buenos Aires geboren. Er studierte zunächst am Conservatorio Nacional in Buenos Aires und von 1990 bis 1995 an der Musikhochschule Detmold. Wichtige Ergänzungen seiner Ausbildung waren Violoncellokurse bei Bernhard Greenhouse, Kammermusik bei Eberhard Feltz und Dirigieren bei Mario de Rose.
2008/09
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