Rubén Dubrovsky - conductor back

Der Argentinier Rubén Dubrovsky gab in der Neuproduktion von Vivaldis Orlando Furioso an der Oper Bonn 2008 sein eindrucksvolles Debüt als Operndirigent und debütierte außerdem am Palau de les Arts Valencia mit der Neuproduktion von Martin y Solers Oper Arbore di Diana. Damit hat er sich auf Anhieb als einer der spannendsten neuen Dirigenten auf dem Barock/Klassik-Sektor empfohlen. Im Dezember 2009 dirigiert Rubén Dubrovsky Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Orquesta Sinfónica y Coro de la RTVE in Madrid. Im März 2010 leitet er ein Festkonzert mit dem Badischen Staatstheater und ein Konzert am Theater an der Wien mit dem Oratorium Cristo nell’orto von Johann Joseph Fux.

Rubén Dubrovsky ist Gründer des Bach Consort Wien, mit dem er seit 2005 zweimal pro Saison im Wiener Musikverein auftritt. Weitere Einladungen führten ihn und das Ensemble in das Brucknerhaus Linz, den Palau de la Música Barcelona, den Lisinski Saal Zagreb, zum Festival RheinVokal, Festival für Alte Musik St. Pölten, Donau Festival. Viele der Konzerte wurden vom Österreichischen Rundfunk, Südwestfunk oder Catalunya Música aufgenommen.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Rubén Dubrovsky mit namhaften Solisten wie Bernarda Fink, Emma Kirkby, Verónica Cangemi, Markus Schäfer, Carlos Mena, Florian Boesch, Daniel Johannsen, Georg Nigl und Christophe Coin. Rubén Dubrovsky ist nicht nur in der Barockmusik zu Hause. Im November 2007 dirigierte er die Produktion Lichtspuren mit Musik von Mendelssohn-Bartholdy, Strawinsky, Schostakowitsch und Arvo Pärt. Aufführungsorte waren Bühnen wie das Theater Winterthur, das Staatstheater Darmstadt, Theaterhaus Stuttgart, Schlosstheater Fulda und das Lucent Danstheater Den Haag. Im November 2008 leitete Rubén Dubrovsky das Erste Wiener Countertenor-Festival.

Seine intensive Lehrtätigkeit umfasst Meisterkurse für Instrumentalisten, Sänger und Ensembleleiter an der Austria Barock Akademie sowie am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, an der Gnessin-Akademie Moskau, an der Scuola Civica Milano, an der Universität Belgrad und am Konservatorium Palma. Er wurde eingeladen, als Dirigent mit dem Orchester des Konservatoriums Wien zu arbeiten und historische Aufführungspraxis für moderne Instrumentalisten zu vermitteln. Zusätzlich war er Jurymitglied bei der Stipendiatenauswahl des Herbert-von-Karajan-Centrums und beim Fidelio-Wettbewerb. Als Cellist gastierte Rubén Dubrovsky in vielen Ländern Europas und gab Solokonzerte mit den Cellosuiten von J.S. Bach. Dank der freundlichen Leihgabe des Musikkollegiums Winterthur steht ihm ein seltenes Violoncello von Jacobus Stainer aus dem Jahr 1673 zur Verfügung.

Rubén Dubrovsky wurde als Sohn einer polnisch-italienischen Künstlerfamilie in Buenos Aires geboren. Er studierte zunächst am Conservatorio Nacional in Buenos Aires und von 1990 bis 1995 an der Musikhochschule Detmold. Wichtige Ergänzungen seiner Ausbildung waren Violoncellokurse bei Bernhard Greenhouse, Kammermusik bei Eberhard Feltz und Dirigieren bei Mario de Rose.

2009/10