Elisabeth von Magnus - mezzosoprano back

Zu den wichtigsten Verpflichtungen der Mezzosopranistin Elisabeth von Magnus in der Saison 2007/08 zählen die Neuproduktion von Haydns Orlando Paladino im Theater an der Wien, Bach-Konzerte im Wiener Musikverein, Palace of Arts Budapest, Teatro Maggio Musicale Fiorentino und Salle Pleyel Paris, ein Liederabend im Brucknerhaus Linz, Mozarts Die Schuldigkeit des 1. Gebotes bei der Salzburger Mozartwoche sowie Schumanns Faust-Szenen beim Concertgebouw Orkest Amsterdam. In der Vorsaison war die Künstlerin bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Bachakademie Stuttgart, in der Philharmonie Köln, beim Bachfest Leipzig, im Wiener Musikverein und bei der Styriarte Graz zu hören. Außerdem trat sie in der Titelpartie von Händels Salomon in München, mit Schostakowitschs Blok Liedern in Amsterdam sowie in zahlreichen Liederabenden, u.a. in New York und Washington und mit ihrem neuen Solo-Programm Tonight Kurt Weill auf. Große Soloprogramme mit Musik von George Gershwin, Irving Berlin, Cole Porter und Kurt Weill bilden einen neuen Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Die erste Hälfte 2006 stand im Zeichen der Jahresregenten Mozart und Schumann. Elisabeth von Magnus war in Mozarts erster Oper Die Schuldigkeit des 1. Gebotes im Theater an der Wien und beim Lucerne Festival unter Nikolaus Harnoncourt zu hören, sang drei konzertante Aufführungen von La finta giardiniera im Konzerthaus Berlin unter Lothar Zagrosek und gastierte mit Betulia liberata im Wiener Musikverein, Casino Basel, Salle de Concerts Grande Duchesse Luxembourg und der Kreuzkirche Dresden. Unter John Fiore eröffnete sie das Schumann-Fest Düsseldorf mit seiner Schauspiel-Musik Manfred und sang die Faust-Szenen bei der Styriarte Graz.

2005 trat sie im Gewandhaus Leipzig (Messias) und in der St. Michaelis-Kirche Hamburg (Mozarts Requiem) auf und gab Rezitals in Amsterdam und New York. Bei den Haydn-Festspielen Eisenstadt 2005 beschloss Elisabeth von Magnus mit der Schöpfungsmesse einen Haydn-Schwerpunkt, den sie im Jahr zuvor ebenfalls in Eisenstadt mit der Paukenmesse begonnen hatte. Dazwischen lagen Konzerte im Wiener Musikverein, Brucknerhaus Linz und beim Festival Lucerne (Mariazeller Messe), in der Philharmonie Köln (Harmoniemesse) sowie zwei hervorragend kritisierte konzertante Aufführungen von Orlando Paladino bei der Styriarte Graz.

Die Künstlerin gastierte in vielen wichtigen europäischen Opern- und Konzerthäusern und Festivals, wie Alte Oper Frankfurt, Philharmonie Berlin, Wiener Konzerthaus, Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Wiener Festwochen, Göttinger Händelfestspiele, Carinthischer Sommer, Théatre des Champs Elysées Paris, Münch-ner Marstalltheater, Musikfestspiele Potsdam und bei den Salzburger Festspielen, wo sie u.a. in Mozarts Messe c-moll, der Marienvesper und der Oper L'Incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi zu hören war.

Unter der Leitung von Peter Schreier gab sie ihr USA-Debüt in Bachs Matthäuspassion mit dem Los Angeles Philharmonic. Ausserdem arbeitete sie mit namhaften Diri-genten wie Claudio Abbado, Frieder Bernius, Frans Brüggen, Dennis Russell Davies, Adam Fischer, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Michael Hofstetter, Ton Koopman, Sir Neville Marriner, Helmuth Rilling, Marc Soustrot, Markus Stenz, Hans Vonk, Bruno Weil und Jaap van Zweden zusammen.

Elisabeth von Magnus sang Marzellina in Le nozze di Figaro in der Regie von Jürgen Flimm in Amsterdam und Zürich, Henry Purcells Barockoper Dido und Aeneas, Xerxes in Händels gleichnamiger Oper, sowie Piramo in der Oper Piramo e Tisbe von J.A.Hasse. Mit den grossen Bach-Oratorien bereiste Elisabeth von Magnus gemeinsam mit dem Amsterdam Baroque Orchestra and Choir die wichtigsten Musikzentren Europas, Japans und der USA.

Elisabeth von Magnus arbeitete mit zahlreichen Kammermusikensembles zusammen und bildet seit vielen Jahren ein permanentes Duo mit dem Pianisten Jacob Bogaart. Sie hat mit ihm gemeinsam ein großes und weitgefächertes Repertoire an Programmen unterschiedlichster Thematik (vom Barock über Klassik und Romantik bis Alban Berg und Kurt Weill, u.A.) aufgebaut. Unter anderem beschäftigen sie sich seit einigen Jahren mit dem künstlerischen Reichtum holländischer Liedkompnisten. Das Ergebnis dieser Arbeit wird demnächst auf einer CD erscheinen. Elisabeth von Magnus übernimmt auf der Basis ihrer Ausbildung als Schauspielerin auch immer wieder grenzüberschreitende Rollen. Die soeben bei Preiser Records erschienene CD Tonight Weill kann man als Summe ihrer Arbeit als Sängerin und Schauspielerin bezeichnen.

Die umfangreiche Diskographie der Künstlerin, vor allem bei TELDEC und ERATO, mit Einspielungen u.a. von Strauss’ Zigeunerbaron (Harnoncourt), Haydns Stabat Mater (Harnoncourt), Bachs Weihnachtsoratorium und Magnificat, sowie TV-Aufzeichnungen wie von Nozze di Figaro aus dem Opernhaus Zürich, dokumentiert ihr großes musikalisches Spektrum. Ihre Aufnahme der Sieben Romanzen von Dimitri Schostakowitsch auf Gedichten von Alexander Blok mit dem Storioni-Trio Amsterdam sowie eine CD mit Haydns englischen Canzonetten und seiner Kantate Arianna sind bei Publikum und Fachpresse besonders gut angekommen.

Elisabeth von Magnus wurde in Wien geboren. Nach einem Blockflötenstudium an der Wiener Musikhochschule gründete sie das "Ensemble Récréation" und spielte als Solistin im "Concentus Musicus Wien". Sie begann sie eine Ausbildung am Schauspielseminar der Hochschule "Mozarteum" in Salzburg und studierte anschließend Gesang bei Kammersängerin Hertha Töpper in München an der Hochschule für Musik, wo sie auch die Opernschule besuchte. Daneben arbeitete sie als freie Mitarbeiterin beim Österreichischen Rundfunk als Tagessprecherin und als Moderatorin eigener Sendereihen.

2007/08