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Im November 2007 dirigiert Bernhard Kontarsky Zemlinskys König Kandaules konzertant mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra im Concertgebouw Amsterdam. Die Neuproduktion dieser Oper an der Opéra Royal de Wallonie und der Opéra National de Lorraine hatte dem deutschen Dirigenten in der Saison 2005/06 internationale Anerkennung eingetragen. Im Konzerthaus Dortmund und der Philharmonie Essen dirigiert er außerdem Konzerte mit Werken von Dusapin und Ravel. In der Saison 2006/07 leitete Bernhard Kontarsky die Uraufführung der Oper L’Autre Côté von Bruno Mantovani an der Opéra National du Rhin in Strasbourg sowie die Uraufführung der Oper Faust (nach Lenau) von Philippe Fénelon am Théâtre du Capitole de Toulouse. An der Opéra National de Montpellier war er für die musikalische Leitung von Wolf-Ferraris Il Segreto di Susanna sowie Zemlinskys Florentinischen Tragödie verpflichtet. Jubelnde Kritiken begleiteten jedes der drei Engagements. In den zurückliegenden Spielzeiten war Bernhard Kontarsky an der Opéra National de Paris für das Ballett Nosferatu von Dusapin oder auch für Bergs Lulu und Zimmermans Die Soldaten, in Toulouse für Mussorgskys Boris Godunov, bei der Holland Symfonia in Haarlem für Bernd Alois Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter verpflichtet. Weitere Engagements führten ihn an das Grand Théâtre de Genève (Boris Godunow, Les Nègres), die Opéra National de Lyon (Les Nègres), nach Toronto (Oedipus Rex, Psalmensymphonie, Herzog Blaubarts Burg, Erwartung), an die Opéra National de Lorraine (Il Prigioniero) sowie an die Opéra National du Rhin (Aperghis Tristes Tropiques). Ein Schwerpunkt in Bernhard Kontarskys Arbeit sind die Werke Hans Werner Henzes. In der Saison 2001/02 leitete er die Neuproduktion der Oper Das Verratene Meer an der Oper Frankfurt und dirigierte Boulevard Solitude am Teatro Carlo Felice Genova. Zuvor hatte er diese Oper mit großem Erfolg in einer Neuproduktion am Royal Opera House Covent Garden London aufgeführt. Mit Boulevard Solitude und Venus und Adonis hatte er sich auch dem Frankfurter Publikum vorgestellt. Er dirigierte außerdem am Staatstheater Stuttgart (Nono Intolleranza 1960, Zender Don Quichotte, Riehm Schweigen der Sirenen, Zimmermann Die Soldaten), an der Deutschen Oper Berlin (Schönberg Moses und Aron), an der Bayerischen Staatsoper München eine Uraufführung in Koproduktion mit den Schwetzinger Festspielen, an der Deutschen Oper am Rhein (Wozzeck), an der Oper Frankfurt (Hölszky Die Wände), an der De Vlaamse Opera Antwerpen (Lulu, Prinz von Homburg,) an der Wiener Staatsoper (Die Soldaten). Seine Einspielung der Oper Die Soldaten wurde 1992 mit dem Internationalen Schallplattenpreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Er dirigierte Konzerte und Aufnahmen bei allen westdeutschen Rundfunkanstalten, beim Österreichischen Rundfunk, das Orchestre de Paris, Orchestre National de Lille, das Mozarteum-Orchester Salzburg, das Berliner Sinfonieorchester sowie Konzerte im Wiener Musikverein, im Gewandhaus Leipzig, beim Bayerischen Rundfunk München, Verona und Palermo. Bernhard Kontarsky wurde 1937 in Iserlohn/Westfalen geboren. Er studierte in Köln Dirigieren, Klavier, Kammermusik und Musikwissenschaft und erhielt noch während seines Studiums den Mendelssohn-Preis für Kammermusik. Er arbeitete zunächst an der Oper Bonn und wurde danach von Ferdinand Leitner an das Staatstheater Stuttgart verpflichtet. Von 1981 bis 2002 war er Professor für Neue Musik an der Hochschule für Musik in Frankfurt.
2007/08
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